Erschütterung verarbeiten ...

 

Nur wenige Stunden ist es her, dass ein starkes Erdbeben die Menschen in Nepal erschüttert, getötet, verletzt und in größes Leid gestürzt hat. Das Ausmaß der Verletzung ist überwältigend. Selbst für viele von uns, die wir weit entfernt davon erfahren. 

Das Herz blutet uns bei dem Anblick dessen, dass dieses, ohnehin von Armut herausgeforderte Volk, mit solcher Naturgewalt getroffen ist. Und das Herz blutet und verstummt, bei der Wahrnehmung, dass schon wieder einer der heiligen Orte erschüttert, das "Dach der Welt" gerüttelt, die Tempel und die Herzen der einfachen Menschen überwältigt sind. Menschen, Tempel und Natur, von der sich einige von uns Hilfestellung und Vorbild erhofft haben....Nun sind sie in Trümmern und wir sehen ihre eigene Hilfsbedürftigkeit.

Viele suchen in den asiatischen Philosophien oder der buddhistischen Religion, auf dem Mount Everest oder in den Tempeln des Weltkulturerbes nach Trost. Wir suchen Hilfestellung bei den "glücklichsten Menschen" die noch "wissen, wie man miteinander lebt“. Beispielsweise in Bhutan, östlich von Nepal. Glücksforscher Lahm Dorji berichtet, dass dort die glücklichsten Menschen leben. 

 

Manche, weniger esoterisch veranlagte Menschen suchen auch Halt und Trost in gut geordneten Lebenssituationen, sie ergreifen einen sicheren Beruf, und entscheiden sich für Partner, die erwiesenermaßen verlässlich sind. Der Glück suchende meint das Glück fände sich in einem sicheren Leben. 

 

Mache ich eine Reise wähle ich als Glück-Suchende vielleicht die Lufthansa anstatt eine No-Name Fluggesellschaft. Als Beruf wähle ich es vielleicht Pilotin zu werden, statt Sekretärin. 

 

Aber wie gehe ich damit um, dass das Leben auch mit dem besten Glücks-Marketing immer wieder Erschütterungen bereithält? Wie reagiere ich auf den Absturz eines Flugzeugs, mit 150 Menschen an Bord, wegen des Suizids eines Co-Piloten?

 

Finden wir nicht das wahre Glück vielmehr im Erkennen unserer aller Hilfsbedürftigkeit? Während des Aufbaus nach dem Erdbeben und im Verarbeiten, Vergeben und neues Vertrauen schaffen?

 

Anstatt Trost zu suchen in alten Traditionen oder modernen Organisationen sollten wir die Menschen wieder sehen, wie sie sind. ….Hilfsbedürftig!

 

Wir brauchen einander! Wir brauchen uns gegenseitig! Und wir brauchen eine Kommunikation über das, was in uns Hilfe benötigt! 

Unsere Piloten, wie auch jeder andere Arbeitnehmer, braucht Möglichkeiten seine Schwächen zu zeigen und wieder vertrauensvoll mit Kollegen und Freunden zu werden.

 

Das bedeutet Resilienz: Nach der Zerstörung der, inneren wie äußeren, Tempel einander zu helfen den Schutt zu entfernen, die Verletzten zu versorgen, und durch diese Aufräumarbeiten auch das eigene Herz wieder in Frieden zu bringen. So dass wir wieder vertrauen lernen, indem wir einander helfen.

 

 

Y         I          N

Kraft schöpfen im eigenen Potenzial

 

* Yin-Body Coaching

* Watsu®

* Yin Paarberatung

 

ANNETT MAY

 

Mobil: 0174-9179056

may@yin-shiatsu.de