Sich in die Tiefe des Yin einlassen...

das ist gar nicht so einfach. Wieder einmal ist es Winter geworden und eine weitere Woche ohne viel Sonnenlicht verdunkelt die Tagesverfassung.

 

Diese, dem YIN zugeordnete Zeit, mit der größten Dunkelheit gilt in der daoistischen Philosophie als die Zeit der „Essenz“ und des "Potenzials". Eine Zeit, die dem "Wasser“ zugeordnet wird und angeblich beherbergt sie unsere Ursprungs-Kraft, eine sexuelle Energie, die den Ursprung allen Lebens beinhaltet. Ich würde diese Kraft mit Resilienz bezeichnen. Eine Qualität die uns die Regenerations- und Anpassungsfähigkeit schenkt um mit den Widrigkeiten und Herausforderungen des Lebens klar zu kommen und in gewisser Weise, mit den "Wassern des Lebens gewaschen, neu wieder hervorzutreten.

Vertrauen in die „im Verborgenen liegenden Kräfte“ eines Samenkorns zu entwickeln ist nicht so leicht, besonders während der Phase in der es unter der Schnee und Eisdecke in der Erde versteckt liegt. In den dunklen Wintertagen drängt sich uns eher die Sehnsucht nach dem Licht, dem Yang. Die Vorstellung, dass dieser stillen, dunklen Phase eine Kraft innewohnt, wirkt wie ein Versprechen, auf das man geduldig warten muss, bis endlich die aktivierende Explosion von Grün und eine Neu-Geburt im Frühling geschieht.


Aber was ist mit den Monaten der Schwangerschaft, in denen wir uns als Menschen im Medium des Wassers entwickelten? Was ist mit dieser Qualität des „Wasser-Elementes“, die das konzentrierte Potential im Weiblichen verbirgt? Warum ist unsere Beziehung zum Verborgenen, Dunklen, Unterbewussten, Sexuellen und Flüssigen so ambivalent?


Auf geradezu mystische Art verspricht uns das Potenzial der Wasser-Energie, die „Essenz“ etwas, dessen sich der moderne Mensch nicht mehr so sicher ist: Dass nämlich allein durch das Sein, durch „Still sein“, man könnte auch sagen durch „vertrauensvolle Gelassenheit“ das lebendige neu erschafft.


Es gibt einen Ausspruch, den der aktive moderne Mensch manchmal, so scheint es, vergessen hat: „dass nichts schneller wächst, wenn man daran zieht“. Wohl aber hat „Wasser“ noch jeder Pflanze geholfen zu wachsen.

Yin-Shiatsu

Shiatsu und Watsu

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