Freiheit für die Leber

Diesen Monat beschäftigt mich die Holz-Energie und die ärgerlichen Kleinigkeiten, die einem als Laus über die Leber laufen können…

Die Lebensphase die dem Holz-Element zugeordnet ist, ist die Kindheit und frühe Jugend. Freiheit, Ungebundenheit, Spiel, Kreativität und ein enormer Freiheitsdrang sind die Bewegung, die wir an dieser Stelle machen wollen. Wenn aber jemand daher kommt und uns sagt, dass wir noch nicht „so weit sind“ wird die Holz-Energie in uns aktiv und wirbelt nach oben, wie bei dem berühmten HB-Männchen. Es gibt aber auch ein Heilmittel, welches das „Aus“ für die Laus bedeutet, die gerade über unsere Leber gelaufen ist.

 

Letztens war ich bei meiner Hautärztin. Sie ließ mich, wie immer, die Zunge heraus strecken. Ich lag währenddessen nur noch leicht bekleidet auf ihrer Behandlungsliege. „Trinken Sie immer noch Milch?“ fragt sie mich….

Was für eine blöde Frage, denke ich und wiederhole innerlich in äußerst ärgerlichem Ton ihr „immer noch“… als ob ich mich wie ein Kleinkind verhalten würde, weil ich Kuhmilch trinke. Und warum fragt sie mich nicht nach meinen Erfolgen: Schon 2 Jahre keinen Alkohol, mittlerweile 30 Minuten am Stück joggen. Vielleicht sollte ich sie mal fragen, ob sie denn „noch genügend Sex in ihrem Leben hat“….so zischt mir entrüstet meine Leber ins Ohr, der offensichtlich gerade eine riesige Laus die Laune verdorben hat.

 

Der Freiheitsdrang der Wandlungsphase Holz hat grundsätzlich eine Allergie gegen ungefragte und nicht einfühlsam geäußerte Kritik. Wie das Kind, das spielt sich ungern plötzlich sagen lässt, dass es doch gar kein König mit unbegrenzter Macht und einem Schwert ist, sondern sich jetzt mal die Hände waschen und zum Essen kommen soll. Was das Kind und auch die erwachsene Holz-Energie brauchen, ist etwas, das als Wort oft im religiösen Kontext gehört und oft selbst ein wenig maßregelnd empfunden wird: Das Mitgefühl.

 

Jeder, der für etwas kämpft, und das ist es, was die Holz-Energie für uns tut, jeder der aktiv die eigenen Wünsche in die Tat umsetzt, braucht Mitgefühl. Das Holz riskiert es gesehen zu werden mit den innersten Wünschen und Träumen. Das macht verletzlich. Es ist bei dem kleinen König so, wie bei dem, der sich um seine Gesundheit kümmert und sich dem kritischen Blick des Arztes unterzieht. Wir müssen die Sehnsucht und den Wunsch hinter der Tat des Holzes sehen und mit den Erfolgen und Niederlagen gefühlvoll umgehen.

 

Uns selbst mit Mitgefühl zu begegnen bedeutet, die Verletzlichkeit in unseren Taten sehen und uns darin zu unterstützen, dass wir deshalb nicht aufhören, sie zu tun. Uns einfach liebevoll und freundlich zulächeln und, wie das Kind, den Blick zurück auf die eigenen Ziele lenken. Ein Gefühl für uns selbst bekommen, für unsere Verletzlichkeit, aber auch für die Superkräfte, die wir alle haben!

 

Yin-Shiatsu

Shiatsu und Watsu

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